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Der Wasserstand des Rheins sinkt und sinkt
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Köln - Der Wasserstand des Rheins sinkt und sinkt - in Sürth ist er mittlerweile so niedrig, dass das Bootshaus auf dem Trockenen liegt. Als „auffallend“ bezeichnet Uwe Hertel, stellvertretender Leiter der Hochwasserschutz-Zentrale Köln, das derzeitige „Niedrigwasser“. Der Kölner Pegel ist am Montag von 1,19 auf 1,15 Meter gefallen. Damit ist der vorläufige Tiefpunkt erreicht. Am Dienstag wird ein Wasserstand von 1,25 Meter erwartet. 2003 sank der Pegel aus den bisherigen Rekordstand von 80 Zentimetern. Dass dem Rhein das Wasser ausgeht, hat mit Trockenheit zu tun: „Fünf Wochen lang ist kein signifikanter Niederschlag gefallen“, sagt Hertel. Was er damit meint, ist klar: Es hat nicht geregnet.

Wann sich die Situation ändert, kann Hertel nicht sagen. Für eine Trendwende braucht es einen ausgiebigen und lang anhaltenden Regen. Die Schifffahrt ist laut Hertel bereits eingeschränkt. Bei einem Pegelstand von 1,15 Metern liege die Wassertiefe in der 150 Meter breiten Fahrrinne bei 2,15 Metern. Kapitäne müssten angesichts dieser Situation selber entscheiden, ob sie den Rhein befahren. Ralf Thomas, Leiter der Kölner Wasserschutzpolizei, spricht von „wirtschaftlichen Einbußen“. Viele Eigner würden ihre Schiffe nur teilweise beladen oder gar nicht fahren: „Im Duisburger Hafen liegen zur Zeit viele Schiffe still.“ Das Risiko, auf Grund zu laufen, sei zu hoch. Gesetzliche Vorschriften gebe es nicht. „Jeder kann individuell entscheiden, ob er fährt oder nicht.“ Die meisten Lastschiffe hätten einen Tiefgang von 2,10 bis 2,20 Metern - es gebe aber auch größere mit bis zu drei Metern. Deren Kapitäne müssten einen tieferen Wasserstand des Rheins abwarten.

Quelle: Ksta.de

 

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