Können Frösche das Wetter vorhersagen?
Laubfrösche, oft auch Grasfrösche gennant, sind echte Wetterfrösche. Im Sommer bei Schönwetterperioden sitzen sie an Land.
Naht aber eine Schlechtwetterfront mit Sturm und Regen, ziehen sie sich rechtzeitig wieder in ihren Teich zurück.
Laubfrösche reagieren dagegen nur auf das aktuelle Wetter: Regnet es dann folgen sie den Mücken, Sie klettern dann in die Büsche oder Bäume ganz nach oben.
"Frösche können das Wetter vorhersagen!“ Das stimmt, allerdings sagt nur das Verhalten der Frösche etwas über die Wetterlage aus. Frösche muss man dafür nicht in ein großes Einmachglas sperren, das ist Tierquälerei.
Nur eine einzige Froschart wird auch als Wetterfrosch bezeichnet, der Europäische Laubfrosch (Grasfrosch).
Besonders jungen Laubfrösche klettern an schönen, sonnigen Spätsommertagen an den Zweigen und Stielen der Pflanzen hoch, während sie bei Regen eher in Bodennähe zu finden sind. Der Grund dafür ist ganz einfach: der Hunger auf Insekten. Insekten fliegen bei schönem Wetter nämlich höher und bei feuchtem Wetter tiefer. Also hält sich der Laubfrosch dort auf, wo sich seine Nahrung befindet und scheut dabei auch keine Mühen.
Schließlich ist er der einzige Frosch in Europa, der mit seinen kugeligen „Saugnäpfen“ an den Zehen auch die steilsten Hindernisse erklettern kann, um in der Sonne zu baden oder auf Nahrungssuche zu gehen.
Dabei nutzt er auch eine perfekte Tarnung, in dem er seine Hautfarbe der Umgebung anpasst. Er ist nicht Batman, aber ein Baumfrosch.
Dieses Verhalten hat dem kleinen Frosch, der nicht größer als als fünf Zentimeter wird, eine Menge Ärger eingebracht: In früheren Zeiten wurde er als Wetterprophet in großen Einmachgläsern gehalten, die mit einem Ast oder gar einer kleinen Leiter versehen waren. Wenn der Klettermaxe oben auf der Leiter saß, sollte es schönes Wetter geben, saß er unten im Glas, stellten sich die Menschen auf Regen ein. Anstatt das Tierchen in ein enges Glas zu sperren, hätten sie genauso gut und tierfreundlicher die Zapfen der Nadelbäume oder die Blumen beobachten können. Tannenzapfen reagieren wie ein Hygrometer auf die Luftfeuchtigkeit, deshalb könnte man sie auch Wetterzapfen nennen.
Unser Laubfrosch ist - der Bildung sei Dank – dem Leben in Einmachgläsern entronnen, leider aber auch fast aus der Natur verschwunden. Das lag nun nicht an den Einmachgläsern, sondern am menschlichen Ausbreitungsdrang. Daher steht der Laubfrosch in ganz Europa unter Artenschutz.
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