Aktuelles - Wetterfrosch Eifel

Krank durch Chemtrails

Bewertung:  / 5

Unter dem immer größer werdenden öffentlichen Druck gab das Militär die Sprühung von Aerosol-Partikeln zu. Es wurde jedoch behauptet, diese Sprühung sei nur vorgenommen worden, um den Radar zur Verkehrsüberwachung auszuschalten.

Das Militär in Deutschland bestätigt die Existenz von Chemtrails

Im September 2007 berichtete das ZDF kritisch über das Aufkommen von Chemtrails. Ein Meteorologe erzählte von der Bildung seltsamer Wolken, die er am Himmel beobachtet hatte. Diese Wolken hätten sich schnell und ohne die dazu notwendigen klimatischen Bedingungen gebildet. Diese merkwürdigen Wolkengebilde sind heute täglich in den Wetterberichten zu sehen. So wurde kürzlich sogar ein HOCH über ganz Deutschland beschrieben - der Himmel war jedoch überall stark bewölkt. Bedeutet ein HOCH nicht eigentlich, dass der Himmel nicht wolkenverhangen ist...?

Sehen Sie dazu diese beiden Filme 

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Anmerkung:

Diese Informationen hier werden nach bestem Wissen und Gewissen weitergegeben. Sie sind ausschließlich für Interessierte und zur Fortbildung gedacht und keinesfalls als Diagnose- oder Therapieanweisungen zu verstehen. Wir übernehmen keine Haftung für Schäden irgendeiner Art, die direkt oder indirekt aus der Verwendung der Angaben entstehen.

 

Chemtrails und Globale Verdunkelung

Bewertung:  / 4

Chemtrails sind gemäß einer Verschwörungstheorie Kondensstreifen

die neben kondensierten Flugzeugabgasen weitere, absichtlich zugesetzte Chemikalien enthalten sollen. Sie sollen sich von normalen Kondensstreifen vor allem durch ihre Langlebigkeit und flächige Ausbreitung unterscheiden.

Die Existenz von Chemtrails wurde spätestens ab 1997 diskutiert. Die erste Veröffentlichung zu Chemtrails im deutschsprachigen Raum erschien mit dem Artikel „Die Zerstörung des Himmels“ in der Zeitschrift Raum & Zeit vom Januar 2004. Informationen zu Chemtrails kursierten aber bereits einige Jahre vorher auf einigen esoterischen Webseiten und in Internet-Foren.

Die Chemtrails fanden 2001 in den Vereinigten Staaten auch in einer Gesetzesvorlage, dem Space Preservation Act, Erwähnung, die dem Kongress durch den Politiker Dennis Kucinich erstmals vorgelegt wurde. Die Vorlage wurde abgelehnt, und Kucinich, der an der Ausarbeitung der Vorlage nicht direkt beteiligt war, äußerte später, dass er sich über die Erwähnung der Chemtrails nicht im Klaren war und er an diesem Thema nicht interessiert sei.

Ausbreitung
Gemäß der Verschwörungstheorie soll es sich bei Chemtrails nicht um normale Kondensstreifen handeln, die aus Eiskristallen bestehen, sondern um Sprühspuren aus diversen chemischen Substanzen. Bei diesen Substanzen soll es sich hauptsächlich um Barium und Aluminium handeln, die als feine Partikel auch an Polymerfäden gebunden sein können.

Zur technischen Umsetzung gibt es verschiedene, zum Teil widersprüchliche und technisch nicht schlüssige Erklärungen. Gemäß einer Variante werden die Chemikalien den Flugzeugtreibstoffen zugesetzt. Das würde eine Verbreitung von Polymeren, Mikroben oder pharmazeutisch wirksamen Substanzen, wie sie von einigen Verschwörungstheoretikern angenommen wird, ausschließen, da diese in den Brennkammern der Triebwerke zerstört werden würden. Die Verbreitung reiner metallischer oder mineralischer Substanzen über diesen Weg würde hingegen zu hohem Verschleiß an den Turbinenschaufeln der Triebwerke führen. Andere Vermutungen gehen von einer Verbreitung der Substanzen mittels in die Flugzeuge eingebauter Sprühvorrichtungen aus, die etwa am Boden hinter verschlossenen Klappen verborgen sein könnten.[1] Es könnten spezielle Sprühmaschinen mit eingewiesenem Personal sein oder die Substanzen würden automatisch, unbemerkt von den Piloten während des Fluges von normalen Linienmaschinen durch hohle Drähte an den Tragflächenkanten versprüht. Diese Drähte dienen eigentlich der Ableitung statischer Ladungen und besitzen einen Mittelleiter, der aber entfernt worden sein soll. Modifizierte Spannungsableiter und ebenso zusätzliche Klappen oder Sprühsysteme würden aber spätestens bei der Vorflugkontrolle durch uneingeweihtes Personal entdeckt und reklamiert werden.

Nach Aussagen des Deutschen Wetterdienstes weisen Beobachtungsdaten auf keinerlei Veränderungen von Kondensstreifen hin. Sowohl dem Umweltbundesamt als auch dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt sind diese beschriebenen Phänomene nicht bekannt. Jahrelange Untersuchungen des Instituts für Physik der Atmosphäre ergaben keine Hinweise darauf.

Die Ausbreitungsform und -geschwindigkeit sowie die Beständigkeit der Kondensstreifen hängen von Faktoren wie Temperatur, lokaler Windgeschwindigkeit und Luftfeuchtigkeit ab. Bei hoher Luftfeuchtigkeit können Abgaspartikel als Kristallisationskeime wirken, weiteren Wasserdampf binden und sich bei entsprechenden Strömungen weit ausbreiten. In der Wetterkunde sind Kondensstreifen als eine Art künstliche Cirruswolken schon viel länger bekannt, als die angebliche organisierte Klimaänderung stattfindet. Kondensstreifen, die am Himmel stehen bleiben, sind der Wetterkunde zufolge Anzeichen für Wetteränderungen.

Klimaveränderungen
Es wurde spekuliert, dass Substanzen versprüht würden, um eine Beeinflussung des Klimas zu erreichen. Hierbei wird oft das so genannte Welsbach-Patent angeführt, das die Möglichkeit der Verminderung des Treibhauseffekts mittels großflächiger Verteilung von Partikeln in der Atmosphäre beschreibt.

Das Umweltbundesamt merkt an, dass für ein Einbringen von Aluminiumverbindungen in die Atmosphäre keinerlei wissenschaftliche Belege vorliegen.

Die durchschnittliche Temperatur hat in Deutschland in den letzten Jahren zu- und nicht abgenommen, wie es jedoch bei einer erfolgreichen Anwendung von chemischen Zusätzen in Flugzeugtreibstoffen zu erwarten gewesen wäre. Forschungsergebnissen der NASA zufolge bleiben die Albedowerte (Licht- und Wärmerückstrahlung in den Weltraum) der Erde konstant oder nehmen sogar ab.

Einen gewissen Auftrieb erhalten derartige Verschwörungstheorien auch durch wissenschaftliche Vorschläge zum Stopp der Erderwärmung: Der Chemienobelpreisträger Paul Crutzen möchte dies durch künstliche Verfrachtung von Schwefel in die Stratosphäre erreichen. Der australische Forscher Tom Wigley will mit der Doppelstrategie „Schwefel-Injektionen“ und „Reduktion der Treibhausgasemissionen“ die Erderwärmung stoppen.

Es befinden sich verschiedene Vorrichtungen auf dem Markt wie so genannte Towerbuster (abgekürzt TB), Cloudbuster, Chembuster und Orgonit-Platten, die angeblich in der Lage sein sollen, Chemtrails aufzulösen. Die Wirksamkeit dieser Vorrichtungen ist nicht belegt und nicht wissenschaftlich nachvollziehbar.

Greenpeace bewertet die Spekulationen über Chemtrails in einem eigenen Artikel als Verschwörungstheorie.

Die Weltgesundheitsorganisation der Vereinten Nationen weist darauf hin, dass die Behauptung im Artikel Die Zerstörung des Himmels der Zeitschrift Raum & Zeit, nach der sie eine Risikoanalyse über sogenannte Chemtrails unternommen habe, falsch ist. Zudem liegen ihr über die Existenz von Chemtrails keinerlei Kenntnisse vor.

 

Globale Verdunkelung

 

Die globale Verdunkelung ist eine gemessene allmähliche Verringerung der Intensität des Tageslichtes, das die Erdoberfläche erreicht. Seit den 1950er Jahren wurden von der Arktis bis zur Antarktis hunderte von Messstationen installiert, die die Sonneneinstrahlung messen. Mitte der 1980er Jahre beschäftigte sich Dr. Atsumu Ohmura (Eidgenössische Technische Hochschule Zürich) mit der Auswertung der Daten. Seine Ausführungen zum "Global Dimming" wurden in der Fachwelt nur zögerlich aufgenommen. Der globale Verdunkelungseffekt wurde auch von Gerald Stanhill, einem englischen Forscher, in Israel dokumentiert. Er verglich Einstrahlungsmessungen von 1950 bis in die 1980er Jahre. Dabei wurde anhand der Messung der potentiellen Verdunstung mittels Evaporimeter (Class A Pan) entdeckt, dass die jährliche Verdunstungsmenge des Wassers weltweit abgenommen hat.

Eine weitere Reihe von Messungen im Indischen Ozean zeigte 1999, dass die Luftverschmutzung bei der globalen Verdunkelung eine große Rolle zu spielen scheint. Dort maßen Wissenschaftler in Gebieten mit hoher Luftverschmutzung eine um 10 % geringere Sonneneinstrahlung als in Gebieten mit sauberer Luft.

Von 1961 bis 1990 hat sich die Sonnenstrahlung an der Erdoberfläche um geschätzte 4 % verringert. Dieser Wert unterliegt deutlichen regionalen Unterschieden. So war die höchste Verdunklung über dem Gebiet der USA mit 10 % zu messen.

 

Derzeit nimmt man an, dass dieser Effekt auf die erhöhte Konzentration von Aerosolen in der Atmosphäre zurückzuführen ist. Diese entstehen bei der Verbrennung organischer Materie (Holz, Kohle, Öl, Gas). Dementsprechend wären die wichtigsten Hotspots die großen Industrienationen in Asien, Nordamerika und Europa. Aber auch brennende Ölquellen in Kuwait oder Brandrodung des Regenwaldes in Brasilien sind als mögliche Ursachen zu nennen.

Die ausgestoßenen Aerosole reflektieren zum einen das Sonnenlicht, zum anderen kondensiert an ihnen - genauso wie an natürlichen Teilchen (z. B. Staub oder Eis) - das Wasser, und es bilden sich Wolken. Durch die hohe Anzahl vom Menschen erzeugter Aerosole bilden sich mehr Tröpfchen, die aber gleichzeitig kleiner sind. So bestehen diese Wolken länger und reflektieren durch die höhere Albedo das Sonnenlicht noch stärker ins All. Weniger Sonnenlicht bedeutet zum einen Abkühlung der Atmosphäre, zum anderen aber auch weniger Verdunstung am Boden und somit weniger Niederschlag. Der Boden ist feuchter, es gibt mehr Wolken, aber es regnet weniger.

Globale Verdunkelung wirkt entgegengesetzt zur globalen Erwärmung. Während die globale Verdunkelung durch Reflexion der Sonnenstrahlen das Klima abkühlt, erhitzen Treibhausgase wie Wasserdampf, CO2 und FCKW die Atmosphäre. Mit der zunehmenden Filterung von Abgasen in der Welt nimmt die globale Verdunkelung seit der Mitte der 1980er Jahre wieder ab. Die globale Erwärmung steigt aber durch den erhöhten Energieverbrauch der Menschen weiter an - die globale Durchschnittstemperatur ist zwischen 1906 und 2005 um 0,74 °C gestiegen.

Man glaubt, dass die globale Verdunkelung durch ihre abkühlende Wirkung das bisherige Ausmaß des Treibhauseffekts gedämpft hat. Sollten erfolgreich Maßnahmen zur Bekämpfung der globalen Verdunkelung ergriffen werden – Verringerung des Partikelausstoßes durch Filter usw. – und deren abkühlender Effekt dadurch wegfallen, könnte dies bedeuten, dass das bisher vorhergesagte Ausmaß der globalen Erwärmung noch übertroffen wird. Erwarteten manche Klimaforscher bisher eine Zunahme der Durchschnittstemperatur um etwa 5 °C bis zum Jahr 2100, könnte eine Verringerung der globalen Verdunkelung zu einer Erhöhung von 8 bis 10 °C führen.

Einige Klimaforscher haben die Hypothese aufgestellt, dass die von Flugzeugen verursachten Kondensstreifen einen Beitrag zur globalen Verdunkelung leisten, der stetige Luftverkehr ließ eine Überprüfung der Hypothese jedoch nie zu. Nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 galt für drei Tage ein Flugverbot für die gesamten USA. In dieser Zeit wurde beobachtet, dass die Temperaturdifferenz zwischen Tag und Nacht über den USA um 1,1 °C höher war als einen Tag vor oder nach dem Flugverbot. Ein so hoher Temperaturunterschied war dort in den vergangenen dreißig Jahren nicht gemessen worden.

Laut dem deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt DLR tragen im Mittel die Kondensstreifen des Luftverkehrs mit 0,1 % zur globalen Wolkenbedeckung bei.

Quelle: www.wikipedia.de

 

Hier eine andere Darstellung:

 

Anmerkung:

Diese Informationen hier werden nach bestem Wissen und Gewissen weitergegeben. Sie sind ausschließlich für Interessierte und zur Fortbildung gedacht und keinesfalls als Diagnose- oder Therapieanweisungen zu verstehen. Wir übernehmen keine Haftung für Schäden irgendeiner Art, die direkt oder indirekt aus der Verwendung der Angaben entstehen.

Forscher warnen vor Vulkan-Gefahr in der Eifel

Bewertung:  / 6

Ein Bericht vom Spiegel.de aus dem Jahr 2007


Bewegte Erde

Forscher warnen vor Vulkan-Gefahr in der Eifel

Droht in der Eifel ein Vulkanausbruch? Die Fachwelt vertritt erstmals offensiv die These, dass es binnen Monaten zu einer solchen Katastrophe kommen könnte. Überwacht werden die Vulkane im Rheinland nicht. Ein Experte schlägt vor, Ameisen als Frühwarnsystem einzusetzen.

Ein gewaltiger Knall lässt von Frankfurt am Main bis nach Köln Scheiben und Türen erzittern. In Bonn und Koblenz erblicken die Bewohner die Ursache des Lärms: Am Horizont steigt eine tiefrote Wolke auf, die Hügel der Eifel scheinen zu glühen. Dann prasseln Asche und Steine vom Himmel.

Während Feuerwehr und Krisenstäbe hektisch und hilflos debattieren, wie sie reagieren sollen, schießen Glutströme zu Tal. Die Lava walzt Ortschaften nieder und sammelt sich im Rhein. Wasser staut sich bis in die Nebenflüsse und überschwemmt den Oberrheingraben. Von Straßburg über Mannheim bis nach Frankfurt werden Atomkraftwerke, Chemiefabriken und Flughäfen geflutet.

 Ein Vulkanausbruch in Deutschland, so scheint es, taugt allenfalls für einen Science-Fiction-Krimi. Der Geologe Ulrich Schreiber von der Universität Duisburg beschwört in seinem Roman "Die Flucht der Ameisen" die dramatischen Folgen einer Eruption in der Eifel. Doch Schreiber belässt es nicht bei Dichtung. Das Risiko einer Eruption in Deutschland werde missachtet, betont der Experte. Auf Tagungen und in Fachaufsätzen untermauert er derzeit seine These, Ameisenwanderungen könnten die Apokalypse ankündigen.

Wissenschaftler geben Zurückhaltung auf

Erstmals wagt es ein Wissenschaftler, die Eifel nachdrücklich als Gefahrenzone einzustufen – und riskiert damit, als Katastrophenprediger verhöhnt zu werden. Denn ein Vulkanausbruch in Deutschland erscheint unwahrscheinlich, der letzte liegt 11.000 Jahre zurück.

Doch anstatt sich von den Thesen Schreibers zu distanzieren, erklären Fachkollegen, Schreiber lege in seinem Buch lediglich aktuelle Forschungsergebnisse dar. "Das beschriebene Szenario ist möglich", sagt der Seismologe Klaus-Günter Hinzen von der Universität Köln, der die Bodenbewegungen in der Eifel überwacht.

"Natürlich ist die Bedrohung nicht mit der am Vesuv vergleichbar", sagt Schreiber. Es gebe keine Hinweise auf einen unmittelbar bevorstehenden Ausbruch. Doch das könne sich innerhalb weniger Monate ändern. Zudem werde ignoriert, dass am Rhein Hochindustrie und Millionen Menschen in der Nähe eines aktiven Vulkans siedeln. Man sollte den Ernstfall durchspielen, nicht nur im Roman. Denn für einen Vulkanausbruch in der Eifel gebe es keinen Notfallplan.

Fachkonsens: Eruption in der Eifel möglich

Die Experten sind sich einig, dass es in der Eifel wieder zu Eruptionen kommen wird. Doch niemand kann sagen, wann: "Womöglich vergehen noch Jahrtausende, es kann aber auch schon in ein paar Monaten so weit sein", sagt Hinzen. Vermutlich stehe die Eifel am Beginn einer neuen Aktivitätsphase, meint der Vulkanologe Hans-Ulrich Schmincke vom Leibniz-Institut für Meereswissenschaften in Kiel, der die Eifelvulkane jahrelang erforscht hat.

Die letzte Ruhephase endete abrupt: Vor 12.900 Jahren kam es zu einer gigantischen Eruption in der Eifel. "Damals herrschte vermutlich ähnliche Gelassenheit wie heute", meint Schmincke. "Die Ur-Rheinländer rechneten sicher nicht mit einem Vulkanausbruch, schließlich lag der letzte rund 100.000 Jahre zurück." Doch eines Tages war aufquellendes Magma mit Grundwasser in Berührung gekommen. Die Druckwelle der dann folgenden Explosion knickte sämtliche Bäume in der Umgebung um wie Streichhölzer. Asche schoss 30 Kilometer hoch und gelangte mit dem Südwestwind bis nach Schweden. Westdeutschland versank in grauem Ascheregen.

Lava staute den Rhein bei Andernach, die Region des heutigen Koblenz stand metertief unter Wasser. Tage später brach der Lava-Damm. Eine Flutwelle schoss bis in die Niederlande, meterhohe Schlammströme und Wassermassen begruben das Rheintal. Prähistorische Werkzeuge und Skelette in den Geröllschichten zeigen, dass die Ur-Rheinländer von der Katastrophe überrascht wurden. Nachdem sich das Magma-Reservoir am Ort der Eruption geleert hatte, stürzte der Boden ein – die Kuhle füllt heute der Laacher See.

Vulkane haben merkwürdige Pause eingelegt

Die bislang letzten Eruption ereignete sich vor 11.000 Jahren und blieb regional begrenzt, sie führte zur Entstehung des Ulmener Maars. In der Eifel finden sich Spuren Hunderter Vulkanausbrüche. Ihre Ablagerungen verfestigten sich zu Asche- und Lavasteinen, die seit der Römerzeit in großer Menge abgebaut werden. Daneben zeugen 50 kleine Krater von Magma-Explosionen. Die sogenannten Eifel-Maare bilden heute eine reizvolle Seenlandschaft.

Experten, die die vulkanischen Ablagerungen untersucht haben, verwundert die inzwischen 11.000 Jahre lange Pause. Denn die Eruption des Laacher-See-Vulkans vor 12.900 Jahren war die erste seit gut 100.000 Jahren. Vieles spricht dafür, dass sie der Auftakt für eine lange Eruptionsserie gewesen ist, die bis heute anhält. Denn die drei vorigen Ausbruchsphasen in den letzten 450.000 Jahren dauerten jeweils einige Zehntausend Jahre, wie Forscher um Hans-Ulrich Schmincke herausgefunden haben.

Weltweit folgen Vulkane analogen Zyklen. Verliefe es in der Eifel ähnlich, seien "in der allernächsten geologischen Zukunft" zahlreiche Eruptionen zu erwarten, schrieb der Geophysiker Gerhard Jentzsch von der Universität Jena bereits vor sechs Jahren in einem Gutachten für die Bundesregierung.

Magma kann sich binnen weniger Monate sammeln

Am ehesten erwarten die Forscher lokal begrenzte Eruptionen wie zuletzt am Ulmener Maar. Dafür müsste sich nur noch ein wenig mehr Magma im Untergrund sammeln. Das könne binnen Monaten geschehen, erklärt der Geophysiker Joachim Ritter von der Universität Karlsruhe, der den Untergrund im Rahmen des "Eifel-Plume-Projektes" mit Hilfe von Schallwellen durchleuchtet hat. Erhöht sich der Gasdruck, könnte das 1000 Grad heiße Gesteinsgemisch hervorschießen, sagt Ritter.

Das Erdreich der Eifel ist in Bewegung. Vor allem zwischen Laacher See und Koblenz künden regelmäßig schwache Erdbeben von der Gefahr im Untergrund. Vermutlich löst aufsteigendes Grundwasser, das von dem Magma-Reservoir in 50 Kilometer Tiefe erhitzt wird, die Vibrationen aus. Der Boden um den Laacher See ist bereits in einem Kilometer Tiefe 60 bis 70 Grad warm - ein ungewöhnlicher Wert.

In den 1990er Jahren meinten Forscher darin die Nachwehen der Eifel-Vulkane zu erkennen. Doch inzwischen deuten sie die Signale als Zeichen anhaltender Aktivität. Ein weiteres Lebenszeichen der Eifel-Vulkane blubbert im Laacher See: Blasen im Wasser zeugen von Kohlendioxid-Gas, das aus dem Magma stammt. Steigt das Magma auf, setzt es vermutlich mehr CO2 frei.

Ameisen als Frühwarnsystem

Ameisen würden einen bevorstehenden Ausbruch als Erste bemerken, meint Geologe Schreiber. Ähnlich wie ein Kaminfeuer die Störche vom Schornstein vertreibe, verscheuche das Kohlendioxid die Insekten aus ihren Nestern, die sie bevorzugt auf tektonischen Rissen in der Erde anlegten.

Schreibers Theorie sorgte unter Ameisenforschern zunächst für heftigen Protest. Doch nachdem er nun mit Kollegen auf Tagungen Belege präsentiert hat, hat sich der Widerstand gelegt. Schreiber und Kollegen haben ihre Studien inzwischen bei renommierten Fachzeitschriften zur Begutachtung eingereicht.

Verließen die Ameisen in der Eifel zuhauf ihre Nester, sei das ein Alarmsignal, sagt Schreiber. Ansonsten würde es wohl nicht auffallen, wenn sich vermehrt Magma im Untergrund sammeln sollte. Denn in der Eifel stehen kaum Messgeräte. "Eine systematische Überwachung der Vulkane", klagt Schreiber, "ist nicht möglich."

Wie gefährlich ist Tief „Daisy“ wirklich?

Bewertung:  / 4

Deutschland friert bei arktischer Kälte, und daran soll sich
in den nächsten Tagen nichts ändern.Tief „Daisy“ bringt
nicht nur Dauerfrost sondern am Wochenende kann es bis zu
40 Zentimeter Neuschnee geben.

Meteorologen sprechen von einer Vb-Wetterlage!

Was ist eine Vb -Wetterlage?

"Das auf Vb-artiger Zugbahn nordwärts bis Sonntag nach Polen
ziehende Tief führt an seiner Nordwestflanke zu verstärkten
Aufgleitprozessen, sodass im Osten und Nordosten
länger andauernde Schneefälle auftreten." So steht es in der
synoptischen Übersicht des Deutschen Wetterdienstes vom
04.01.2010 für die Mittelfristvorhersage im Bereich von 4 bis
10 Tagen. Das heutige Thema des Tages soll dem Leser nahe
bringen, was man unter dieser Vb-artigen Zugbahn versteht und
was das Besondere an einer Vb-Wetterlage ist.


Eine Vb-Wetterlage (sprich: "fünf-b") ist eine spezielle
Wetterlage. Eine Wetterlage lässt sich nach Bauer als eine
bestimmte atmosphärische Strömungsanordnung beschreiben.
Nun hat man im Laufe der Zeit verschiedene Systematiken
entwickelt, um Wetterlagen in Europa zu charakterisieren. Eines
dieser Systematiken stammt von Wilhelm Jacob van Bebber, der
sich bereits Ende des 19. Jahrhunderts mit Wetterlagen
beschäftigte. Er teilte die Wetterlagen nach der Zugbahn von
Tiefdruckgebieten ein. Von dieser Charakterisierung ist heute
nur noch die Bezeichnung der "Zugbahn Vb" gebräuchlich. Sie
beschreibt die Zugbahn eines Tiefs vom Golf von Genua über
Österreich nach Tschechien und Polen. Sie beginnt meist mit der
Bildung eines Genuatiefes, das sich besonders gut entwickeln
kann, wenn kalte Luftmassen aus Frankreich in den Golf von
Genua und somit über das warme Mittelmeer gelangen. Diese Tiefs
ziehen dann des Öfteren mit der Höhenströmung auf der
beschriebenen Zugbahn nach Nordosten.


Das Besondere an diesen Vb-Wetterlagen ist, dass sie mit
größeren Niederschlagsmengen verbunden sind.
Denn auf der
Vorderseite des Vb-Tiefs wird warme und feuchte Mittelmeerluft
herangeführt, die auf die kalte Luft auf der Tiefrückseite
aufgleitet. An der Grenze dieser beiden Luftmassen kommt es oft
zur Bildung stärkerer Niederschläge, die durch den Anstau an
Gebirgen wie zum Beispiel dem Erzgebirge und den Alpen noch
verstärkt werden.


Beim Jahrhunderthochwasser im August 2002 an der Elbe herrschte
so eine Vb-Wetterlage vor. Damals fielen in den Kammlagen des
Osterzgebirges über 300 mm in 24 Stunden. In Zinnwald-
Georgenfeld wurden sogar 415 mm in 24 Stunden gemessen.
Dies
entspricht in etwa einem Viertel der Jahresniederschlagsmenge
an dieser Station. Die Folge war extremes Hochwasser an
mehreren Flüssen. Solche verheerenden Auswirkungen haben aber
nur die wenigsten Vb-Wetterlagen. Denn die
Niederschlagsintensität und Verteilung hängen sehr stark von
der Zugbahn des Tiefdruckgebietes ab. Diese lässt sich oft nur
schwer prognostizieren.


Für das kommende Wochenende rechnen die Wettermodelle wieder
mit der Entwicklung einer Vb-Wetterlage, die besonders im Osten
Deutschlands größere Neuschneemengen bringen könnte. Diese
Wetterlage ist eigentlich untypisch für Januar, denn die
Bedingungen für Vb-Wetterlagen sind im Herbst oder im Frühjahr,
wenn es häufiger zu starken Kaltlufteinbrüchen über Frankreich
bis ins Mittelmeer kommt, am günstigsten. Wo am Wochenende wie
viel Schnee fallen wird, hängt dabei wie bereits erwähnt, stark
von der Zugbahn des Tiefs ab, die von den Modellen derzeit noch
nicht ausreichend genau berechnet werden kann. Deshalb ist eine
genauere Schneevorhersage zum jetzigen Zeitpunkt noch sehr
unsicher. Weitere Informationen über die Entwicklung dieser
spannenden Wetterlage finden sie in der synoptischen Übersicht
des Deutschen Wetterdienstes für die Mittelfrist und ab dem
06.01. auch für die Kurzfrist auf der DWD-Hompage unter
Hobbymeteorologen und Spezialberichte.

Wetterfrösche?

Bewertung:  / 5

Können Frösche das Wetter vorhersagen?

Laubfrösche, oft auch Grasfrösche gennant, sind echte Wetterfrösche. Im Sommer bei Schönwetterperioden sitzen sie an Land.

Naht aber eine Schlechtwetterfront mit Sturm und Regen, ziehen sie sich rechtzeitig wieder in ihren Teich zurück.

Laubfrösche reagieren dagegen nur auf das aktuelle Wetter: Regnet es dann folgen sie den Mücken, Sie klettern dann in die Büsche oder Bäume ganz nach oben.

 "Frösche können das Wetter vorhersagen!“ Das stimmt, allerdings sagt nur das Verhalten der Frösche etwas über die Wetterlage aus. Frösche muss man dafür nicht in ein großes Einmachglas sperren, das ist Tierquälerei.

Nur eine einzige Froschart wird auch als Wetterfrosch bezeichnet, der Europäische Laubfrosch (Grasfrosch).

Besonders jungen Laubfrösche klettern an schönen, sonnigen Spätsommertagen an den Zweigen und Stielen der Pflanzen hoch, während sie bei Regen eher in Bodennähe zu finden sind.
 
Der Grund dafür ist ganz einfach: der Hunger auf Insekten. Insekten fliegen bei schönem Wetter nämlich höher und bei feuchtem Wetter tiefer. Also hält sich der Laubfrosch dort auf, wo sich seine Nahrung befindet und scheut dabei auch keine Mühen.

Schließlich ist er der einzige Frosch in Europa, der mit seinen kugeligen „Saugnäpfen“ an den Zehen auch die steilsten Hindernisse erklettern kann, um in der Sonne zu baden oder auf Nahrungssuche zu gehen.

Dabei nutzt er auch eine perfekte Tarnung, in dem er seine Hautfarbe der Umgebung anpasst. Er ist nicht Batman, aber ein Baumfrosch.

Dieses Verhalten hat dem kleinen Frosch, der nicht größer als als fünf Zentimeter wird, eine Menge Ärger eingebracht: In früheren Zeiten wurde er als Wetterprophet in großen Einmachgläsern gehalten, die mit einem Ast oder gar einer kleinen Leiter versehen waren. Wenn der Klettermaxe oben auf der Leiter saß, sollte es schönes Wetter geben, saß er unten im Glas, stellten sich die Menschen auf Regen ein. Anstatt das Tierchen in ein enges Glas zu sperren, hätten sie genauso gut und tierfreundlicher die Zapfen der Nadelbäume oder die Blumen beobachten können. Tannenzapfen reagieren wie ein Hygrometer auf die Luftfeuchtigkeit, deshalb könnte man sie auch Wetterzapfen nennen.

Unser Laubfrosch ist - der Bildung sei Dank – dem Leben in Einmachgläsern entronnen, leider aber auch fast aus der Natur verschwunden. Das lag nun nicht an den Einmachgläsern, sondern am menschlichen Ausbreitungsdrang. Daher steht der Laubfrosch in ganz Europa unter Artenschutz. 
 

Zusätzliche Informationen