Der Monat Oktober war im Durchschnitt nicht nur zu kalt, sondern auch zu trocken. Die Zahl der Regentage war überall gering. Dennoch gab es große Unterschiede zwischen der Schnee-Eifel und dem Flachland an Erft, Veybach und Rotbach. Schuld waren die Sturmtiefs „Quinta“ am 5. Oktober und Yulietta am 26. Oktober.Von einem „goldenen Oktober“ konnte in diesem Jahr nicht wirklich die Rede sein. Im Zuckerrüben-Gürtel lag die Sonnenscheindauer zwar deutlich über den Mittelwerten (so etwa Zülpich mit 127 Stunden). Es gab aber auch viele Ortschaften mit durchschnittlichen Werten (so etwa Lommersum mit 117 Stunden) und Gegenden mit zu wenig Sonne wie die Region von Schmidtheim bis Udenbreth mit nur 85 bis 95 Sonnenstunden. Die Hochdruck- und Südwestwindlagen brachten immer wieder teils sonnige, aber auch neblige Herbsttage mit sich. Die Zahl der Regentage war überall gering. Dennoch gab es große Unterschiede zwischen der Schnee-Eifel und dem Flachland an Erft, Veybach und Rotbach. Schuld waren die Sturmtiefs „Quinta“ am 5. Oktober und Yulietta am 26. Oktober. Ihre Regenbänder gingen vor allem in der Eifel nieder. So meldete Udenbreth am 5. Oktober enorme 44 Liter pro Quadratmeter, während es in Euskirchen-Roitzheim nur zwei Liter pro Quadratmeter waren. Nur 28 Liter Zwischen Nettersheim und Weilerswist-Metternich gingen insgesamt zwischen 30 und 55 Liter pro Quadratmeter nieder. Trockenste Orte des Kreises waren Sinzenich mit 28 Litern, Mechernich-Katzvey mit 29 Litern sowie Füssenich, Enzen und Mülheim-Wichterich mit 32 Litern. Allesamt erreichten sie nur 65 bis 75 Prozent des Langzeitmittels. Von Blankenheim mit 54 Litern pro Quadratmeter stiegen die Mengen in Richtung Westen deutlich an: Dahlemer Binz 85 Liter, Miescheid 95 Liter und Weißer Stein bei Udenbreth 118 Liter. Zum Monatsende gab es an der höchsten Erhebung im Kreis Euskirchen bereits die erste morgendliche Schneedecke - und zwar am Reformationstag, 31. Oktober, mit zwei bis vier Zentimetern. Die letzte Schneedecke im Herbstmonat Oktober gab es in Udenbreth im Jahre 1992 mit acht Zentimetern. 1974 waren es zwölf Zentimeter in Udenbreth und vier Zentimeter in Hollerath. Über 20 Grad warm Auch die monatliche Mitteltemperatur unterstreicht die durchwachsene Witterung im Oktober. Kreisweit wurden Werte gemessen, die 0,5 bis 1,0 Grad zu niedrig waren. Dennoch schafften die Thermometer im vergangenen Monat für kurze Zeit noch einmal die 20-Grad-Marke - vom 11. bis 13. Oktober. Die absoluten Spitzenwerte meldeten folgenden Stationen: Euskirchen 24,6 Grad sowie Zülpich-Füssenich und Roitzheim 23,8 Grad. Auch Nettersheim erreichte noch 21,7 Grad. Während die Bodenfröste ab der Monatsmitte deutlich zunahmen, gab es nur eine Nacht mit Luftfrost: am 29. Oktober. Auch hierbei gibt es ein deutliches Gefälle. Während es an der Dahlemer Binz und in Houverath schon bis minus 3 Grad kalt wurde, blieb es in Weilerswist mit minus 0,2 Grad nur bei schwachem Frost. Am Erdboden sanken die Temperaturen in den Eifeltälern sogar bis auf minus sieben Grad. Zurzeit herrscht ruhiges Novemberwetter mit ausgesprochen hohen Temperaturen, vor allem in den Nächten. Regen ist eher selten, und die Wärme soll uns auch noch einige Tage erhalten bleiben. Quelle: Karl Josef Linden
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