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Das Sturmtief am 15.08.2007 „Nikolaus“ bescherte den Feuerwehren viel Arbeit. Kreis Euskirchen - Das Sturmtief „Nikolaus“, das am späten Mittwochabend hauptsächlich über den Kreis Euskirchen hinwegzog, war kurz, aber heftig. Wolkenbruchartige Regenfälle, von Gewitter und starken Sturmböen begleitet, hielten nach 23 Uhr mehrere Feuerwehren auf Trab. Das Unwetter zog aus dem Raum Hellenthal über Schleiden und Kall sowie über Teile der Gemeinde Nettersheim hinweg. Vielerorts kam es sogar zu kurzfristigen Stromausfällen. In Hellenthal, Bronsfeld, Hönningen, Kall und Marmagen musste die Feuerwehren ausrücken, um Keller leer zu pumpen oder umgestürzte Bäume von Straßen zu entfernen. Besonders heftige Niederschläge fielen in Kall, wo die Wassermassen, die von Kölner Straße und Keldenicher Berg strömten, die Bahnunterführung an der Trierer Straße überfluteten, weil der Kanal die Massen nicht fassen konnte. Auf der Gemünder Straße wurden Kanaldeckel hochgedrückt, das Wasser überflutete eine tiefer gelegene Garage. Kaltfront war Ursache Wie der Sinzenicher Wetterbeobachter Karl-Josef Linden gestern mitteilte, wurde das Unwetter gegen 21 Uhr von einer Kaltfront ausgelöst. Innerhalb kurzer Zeit seien Unmengen Wasser vom Himmel geregnet. Die größte Intensität sei gegen 23 Uhr mit 22,5 Liter Niederschlag in nur 15 Minuten im Raum Nettersheim gemessen worden. In Kall seien innerhalb von 30 Minuten 24 Liter niedergegangen. Im Raum Meckenheim / Rheinbach wurden über die Nacht 40 Liter je Quadratmeter gemessen. Weitere hohe Werte meldeten die Messstationen in Schöneseiffen (31 Liter), Nettersheim-Buir (30), Steinbach (26), Mechernich (25) und Zülpich (19). In gesamten Kreisgebiet wurde Windstärke 8 gemessen. VON REINER ZÜLL, 16.08.07
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